Steuerermittlungen gegen Platincasino decken erhebliche Ausfälle im deutschen Online-Glücksspiel auf

Leon Schmid · Oct 29, 2026

Steuerermittlungen gegen Platincasino decken erhebliche Ausfälle im deutschen Online-Glücksspiel auf

Aktuelle Entwicklungen im deutschen Glücksspielmarkt mit Fokus auf Steuerermittlungen und Regulierung

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat im Rahmen einer strafrechtlichen Steuerermittlung gegen den illegalen Online-Glücksspielanbieter Platincasino einen mutmaßlichen Steuerausfall von 77,6 Millionen Euro für das Jahr 2024 festgestellt, und diese Summe entspricht mehr als einem Drittel der gesamten Steuereinnahmen aus dem legalen virtuellen Automatenmarkt in Deutschland.

Hintergründe der Ermittlungen

Die Untersuchungen konzentrieren sich auf den Betrieb von Platincasino, der ohne gültige Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag tätig war, während die Behörden die finanziellen Auswirkungen auf die Staatskasse genau beziffern, und die Zahlen zeigen einen direkten Vergleich zwischen illegalen Aktivitäten und dem regulierten Sektor.

Im Jahr 2024 erzielte der legale virtuelle Automatenmarkt Steuereinnahmen in Höhe von 213,5 Millionen Euro, sodass der ermittelte Ausfall bei Platincasino allein 36,3 Prozent dieses Betrags ausmacht, und diese Relation wirft Fragen zur tatsächlichen Größe des Schwarzmarkts auf.

Vergleich mit Schätzungen der GGL

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hatte im März 2026 den Anteil des Schwarzmarkts am Bruttospielertrag auf 23 Prozent geschätzt, doch die neuen Erkenntnisse aus der Steuerermittlung deuten auf ein potenziell größeres Volumen hin, und die Daten aus der Frankfurter Untersuchung bieten eine direkte Gegenüberstellung von Steuerverlusten und legalen Einnahmen.

Experten der Behörden analysieren diese Zahlen im Kontext der laufenden fünfjährigen Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags, und die Ergebnisse fließen in die Bewertung ein, wie effektiv die Regulierung bisher wirkt.

Auswirkungen auf die laufende Evaluierung

Die Evaluierung des GlüStV 2021 läuft bis Ende 2026 und umfasst eine detaillierte Prüfung der Kanalisierungsrate, die derzeit bei 77 Prozent liegt, während die Ermittlungen gegen Platincasino zusätzliche Erkenntnisse liefern, und Beobachter der Regulierungsbehörden verfolgen, wie solche Einzelfälle die Gesamteinschätzung beeinflussen.

Einblicke in Steuerdaten und Marktanalysen im deutschen Online-Glücksspielbereich

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung auf Basis von Finanzunterlagen und Transaktionsdaten durchgeführt, und die ermittelten Beträge beziehen sich ausschließlich auf das Geschäftsjahr 2024, sodass ein klarer zeitlicher Rahmen für weitere Analysen entsteht.

Relevanz für den gesamten Markt

Die Ergebnisse der Ermittlung zeigen, dass einzelne illegale Anbieter erhebliche Steuerausfälle verursachen können, und der Vergleich mit den 213,5 Millionen Euro aus dem legalen Sektor verdeutlicht die Dimension, während die GGL-Schätzung aus dem März 2026 nun auf mögliche Anpassungen geprüft wird.

Behördenmitarbeiter integrieren diese Informationen in die Bewertung des Schwarzmarktanteils, und die fünfjährige Evaluierung bietet den Rahmen, um Anpassungen am Staatsvertrag zu diskutieren, falls die Daten eine größere Abweichung bestätigen.

Fazit

Die strafrechtliche Steuerermittlung der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Platincasino liefert konkrete Zahlen zu einem mutmaßlichen Verlust von 77,6 Millionen Euro im Jahr 2024, und diese stehen in direkter Relation zu den Steuereinnahmen des legalen Marktes, während die laufende Evaluierung des GlüStV bis Oktober 2026 weitere Erkenntnisse einbezieht.